OffenSichtBlick - mit Stephan Fink

Shownotes

In dieser besonderen Episode von OFFENSICHTBLICK ist Gastgeberin Susanne Kremeier selbst im Gespräch – als Interviewgast von Stephan Fink, dem Gründer des Business Club NRW. Gemeinsam sprechen die beiden über Zukunft, Strategie und die Leidenschaft, Unternehmen wirklich zukunftsfähig zu machen. Susanne gibt Einblicke in ihre Arbeit mit People and Results, erzählt, warum Neugier und Weitsicht für sie untrennbar zusammengehören, und erklärt, wie sie Organisationen dabei unterstützt, ihre Rolle in der Zukunft bewusst zu gestalten. Dabei geht es um strategische Perspektivwechsel, echte Innovationskultur, Standort- und Generationenfragen sowie den Mut, Geschäftsmodelle aus der Zukunft heraus zu denken.

Transkript anzeigen

00:00:03: Manchmal braucht es nicht mehr Augenblicke, sondern eine neue Perspektive, um zu sehen,

00:00:08: was schon

00:00:09: da ist.

00:00:10: Landfristige Beziehungen aufbauen,

00:00:12: Umsatz

00:00:13: steigern, Marke stärken.

00:00:15: Hören Sie, wie strategische Weitsicht und menschlicher Fokus im Unternehmen ankommen und schauen Sie, wie unternehmerische Sehstärke neu eingestellt wird.

00:00:25: Hier im Podcast Offensichtblick von und mit Susanne Kremeyer und ihren Gästen.

00:00:32: Der Podcast für bisher ungenutzte Vorteile.

00:00:36: Ein wunderschönen guten Tag.

00:00:37: Hier ist wieder Susanne Kremeyer mit dem Podcast Offensichtblick.

00:00:41: Heute drehen wir mal wieder die Rollen um.

00:00:43: Beziehungsweise eigentlich ist es kein umgedrehtes Interview, sondern ein nettes Gespräch zwischen mir und Stefan Fink.

00:00:50: Stefan hat vor zwei Jahren den Business Club NRW gegründet.

00:00:55: Er hatte sich vorgenommen, ein Netzwerk zu gründen, das Spaß macht, städteübergreifend ist und nachhaltig darüber hinaus.

00:01:02: Ich bin da Mitglied und wir haben uns ein wenig darüber unterhalten.

00:01:06: Viel Spaß!

00:01:12: Ich bin Stefan Fink, Gründer und Inhaber des Business Club NRW und heute geht es um Zukunft, Strategie und eine gute Portion Leidenschaft.

00:01:22: Mein Gast ist Susanne Kremeyer, Gründerin von People in New Salz, Expertin für Organisationsentwicklung, Beraterin, Coach, Mediatorin und vor allem jemand, der Unternehmen zukunftsfähig macht.

00:01:38: Als richtig gesagt.

00:01:39: Sehr vorragend.

00:01:40: Herzlich willkommen.

00:01:42: So, wir fangen direkt an.

00:01:44: Zehn Fragen entweder oder.

00:01:47: Okay.

00:01:47: Berge oder mehr.

00:01:49: Beides.

00:01:50: Nee, nee, nee, nee.

00:01:51: Nicht bald, entweder oder.

00:01:53: Entweder oder.

00:01:55: Dann lieber Berge.

00:01:56: Okay, Hund oder Katze?

00:01:59: Weder noch, wenn Katze.

00:02:01: Frühjahrsteher oder Nachteule?

00:02:03: Nachteule.

00:02:04: Kaffee oder Tee?

00:02:06: Kaffee.

00:02:07: Netflix oder Kino?

00:02:09: Kino.

00:02:11: Buch oder Hörbuch?

00:02:12: Definitiv Hörbuch.

00:02:14: Stadtleben oder Landleben?

00:02:17: Ah, Stadtleben.

00:02:18: Anruf oder WhatsApp?

00:02:20: Ah, WhatsApp.

00:02:23: Okay, kein Anruf.

00:02:24: Sport oder Couch?

00:02:28: Ähm... Wenn ich jetzt Sport sage, erwischte mich demnächst auf der Couch.

00:02:33: Aber Sport ist schon wichtig.

00:02:35: Okay, also Sport auf der Couch.

00:02:37: Das ist eine gute Alternative.

00:02:38: Darf ich mal drüber nachdenken?

00:02:40: Winter oder Sommer?

00:02:41: Sommer.

00:02:42: Eigentlich Frühling, aber Sommer.

00:02:44: Okay, dann haben wir das schon mal durch.

00:02:46: Der Eis ist gebrochen.

00:02:49: Jetzt sagen wir mal... Für alle Leute, die dich nicht kennen.

00:02:54: Wer bist du?

00:02:54: Was machst du?

00:02:55: Warum machst du das?

00:02:56: Also, wie sonst steck ich mich von dir?

00:02:58: Okay, also, ich bin die Susanne Cremayer, er wohne hier im wunderschönen Düsseldorf, bin schon ein paar Jahre auf dieser Welt und habe eine wirkliche Leidenschaft dafür, sicherzustellen, dass Leute ihre Ziele erreichen.

00:03:12: Das heißt, dass Unternehmen in die Zukunft führen, ist meine Leidenschaft.

00:03:17: Aber es kann natürlich auch eine Privatperson sein, also Coach bin ich ja auch, hast ja auch erwähnt.

00:03:21: Und was geht immer darum, sich zu überlegen, wie kann die Zukunft aussehen?

00:03:25: Was kann ich da am besten anstellen?

00:03:27: Welche Rolle kann ich spielen?

00:03:29: Welchen Beitrag kann ich leisten?

00:03:30: Und wie kann ich sicherstellen, dass ich dann da auch hinkomme?

00:03:33: Was muss ich heute tun, damit ich morgen da ankomme, wo ich hin will?

00:03:37: Besonders interessiert mich das natürlich bei Unternehmen.

00:03:41: Herausforderung, das Unternehmen am Laufen zu behalten, auch die Mitarbeiter, die Mitarbeiter mitzunehmen, für die auch eine Zukunft zu schaffen und auch noch für die Gesellschaft eine Rolle zu spielen.

00:03:54: Dieses Triumphirat, wenn du so willst, das finde ich besonders spannend.

00:03:58: So, das war jetzt der Werbeblock.

00:04:00: Und was macht die Susanne privat?

00:04:02: Die Susanne privat ist eigentlich genauso neugierig wie sie beruflich ist.

00:04:06: Also bei mir ist das eigentlich so eine... geht ineinander über.

00:04:10: Also ich interessiere mich viel unterschiedliche Sachen.

00:04:13: Das ist eine älterliche Prägung.

00:04:17: Das heißt also auch in Privatleben interessiere ich mich für die unterschiedlichsten neuen Eindrücke, ob das jetzt Kunst, das Musik oder vielleicht eine neue Stadt, neue Menschen oder auch mal neue Menschen im neuen Kontext.

00:04:29: Ich bin neugierig, sehe gerne neue Verbindungen, mit denen man vielleicht das anfangen kann.

00:04:36: Bin ein Optimist.

00:04:38: Ich denke also immer, alles wird gut und gehe sehr gerne durchs Leben mit Menschen um mich herum.

00:04:47: Super.

00:04:49: Du hast jetzt People in New Salz, dein eigenes Unternehmen, aufgebaut.

00:04:54: Wie lange gibt es das schon?

00:04:55: Also erstmals gegründet habe ich das in der Schweiz, Und da kam der Name People and Results aus dem Grund.

00:05:03: Das war gerade so eine Phase, wo man sich ganz massiv damit beschäftigte, dass man ja die Mitarbeiter gut behandeln soll und gesagt, ja, also soll ja kein Streichel so werden.

00:05:13: Das heißt also, Mitarbeiter, People sind wichtig, aber die Resultate darf man auch nicht aus dem Auge verlieren.

00:05:18: Deswegen ist das große Und dazwischen, People and Results.

00:05:22: Das habe ich also in der Schweiz gegründet, habe dann da ein paar Projekte gehabt.

00:05:26: Bin dann... in ein großes Projekt nach Amsterdam gezogen und habe da also ein wunderbares Projekt bei in der Stahlindustrie gemacht.

00:05:34: Und als das Projekt dann vorbei war, war mein Netzwerk in der Schweiz eigentlich kühl und das in Holland noch nicht warm.

00:05:42: So dass ich gesagt habe, gut, dann gehst du an Hause.

00:05:45: Ich war mittlerweile zwanzig Jahre im Ausland gewesen und habe gesagt, dann kannst du vielleicht mal wieder zurück nach Düsseldorf und habe dann zwei Tausend Fünfzehn hier wiederum Pipeline und Salz in Düsseldorf gegründet.

00:05:57: Wo bist du vom Herzen zu Hause?

00:06:01: Das ist eine gute Frage.

00:06:03: Eigentlich immer da, wo es Leuten gut geht.

00:06:05: Ich habe ja noch ein Zweitwohnsitz in Frankreich, da bin ich auch sehr gerne.

00:06:08: Klar.

00:06:09: Klar, ne?

00:06:10: Klar,

00:06:10: ne?

00:06:11: Ja.

00:06:11: Muss sein.

00:06:12: Muss

00:06:12: sein.

00:06:13: Ich bin eben in Südfrankreich, da ist eben so ein gewisses Savoie-Vivre, wie man das so schön nennt, aber nicht da, wo alle hinfahren, sondern eher im Hinterland.

00:06:23: Mir ist immer wichtig, dass Leute sich füreinander interessieren, sich auch füreinander einsetzen und gerne miteinander umgehen.

00:06:31: Und das ist nicht unbedingt ein Land.

00:06:33: Das sind öfters auch einfach Regionen oder Städte oder sonstige Gruppierungen.

00:06:38: Dafür nehme ich wohl.

00:06:40: Kannst du denn da alles sprachen?

00:06:41: Also Schweiz ist ja, da waren wir Deutsch, Niederländisch, Französisch.

00:06:48: Kannst du das alles?

00:06:48: Ja.

00:06:49: Englisch natürlich auch noch, also die vier Sprachen habe ich.

00:06:52: Eine

00:06:52: kleine Streberin, oder?

00:06:54: Ja gut, ich war jetzt nicht so gut in Mathe, dafür besser in Sprachen.

00:06:57: Also es tippt ja ein paar, die können Sprachen gut, es ist ein paar, die können was anderes gut und Sprachen ist bei mir offensichtlich nicht ganz so ein Problem.

00:07:05: Auch

00:07:05: im Business-Kontext dann?

00:07:06: Ja.

00:07:07: Hervorragend, super.

00:07:12: Ich habe auf deiner Internetseite oder auf deiner Webseite gelesen, dass du ... Nicht ausspezialisiert, hast Zukunftsfähigkeit von Unternehmen zu erfassen und aufzubauen.

00:07:23: Worum geht es genau?

00:07:24: Was steckt da konkret hinter?

00:07:26: Die meisten Unternehmen machen sich ja zum Glück ab und zu Gedanken darum, wo sie eigentlich hin wollen, was für eine Strategie haben, wie sie das verfolgen.

00:07:35: Das mache ich natürlich auch.

00:07:36: Ich möchte aber gerne noch einen Schritt weitergehen, zu sagen, okay, wir wollen nicht nur das, was du heute hast bewahren, was ja eigentlich die Strategiekomponente ist, sicherstellen, dass das, was heute erfolgreich ist, auch noch morgen über morgen und über über morgen gut ist.

00:07:51: Für mich ist es hochspannend zu sagen, ja okay, aber lass uns doch mal die Welt angucken, wie die in fünfzehn, fünfzehn Jahren aussieht und überlegen, welche Rolle und welchen Beitrag kannst du als Unternehmen denn dann da leisten?

00:08:03: Das heißt, was gibt es da für Möglichkeiten, die du dann Nützen können wirst, wenn du dich heute schon darauf vorbereitest.

00:08:11: Hast du vor zehn Jahren schon abgesehen, dass die KI jetzt so den Raum einnehmen wird?

00:08:17: Die KI ist ja vor zehn Jahren auch schon da gewesen, die ist ja aus den Fünfzigern.

00:08:21: Also vom Prinzip, es gab sicher ein paar Tendenzen, die man hätte absehen können und vielleicht auch hat.

00:08:28: Also das ist ja auch ein Element, was spannend ist zu betrachten, ist Zukunft wirklich noch planbar.

00:08:37: Ich habe noch keinen gefunden, der die amerikanische Situation oder die ukrainische Situation jetzt so vorher gesagt hat, wie sie gekommen ist.

00:08:45: Vielleicht gibt es da auch welche.

00:08:47: Aber es gibt ja andere Elemente, die durchaus planbar sind.

00:08:50: Ein Beispiel ist zum Beispiel die Demografie.

00:08:53: Wer heute geboren wird, geht in sechs Jahren in die Schule.

00:08:56: Es ist mir immer noch ein Rätsel, warum das bei der Planung der Bildungspolitik nicht so eine Rolle gespielt hat, wie sie hätte sollen.

00:09:03: Aber das ist definitiv eine Garantie.

00:09:05: Heute geboren wird, ist in sechs Jahren, sechs Jahre alt.

00:09:08: So, dann gibt es andere Bereiche, die auch planbar sind, die halte ich dann für wahrscheinlich, oder die beschreibe ich als wahrscheinlich, das sind alle die Entwicklungen und Forschung, die momentan stattfinden.

00:09:19: Das heißt, wenn man mal guckt, wo Patente angemeldet werden, wo Forschungsgelder hinfließen, da kann man ja dann davon ausgehen, dass die irgendwann mal Erfolg haben werden.

00:09:28: Also das ist also sicher die Thematische um Wasserstoff und Fusion und all sowas.

00:09:33: Und dann gibt es einen dritten Bereich, den ich gerade gerade mehr Versuche mir zu eigen zu machen oder mich mehr damit zu beschäftigen.

00:09:41: Es gibt sehr viel wissenschaftliche Abhandlung dafür, darüber, dass es Zügeln gibt, die über achtzig Jahre dauern.

00:09:49: Es sind meistens menschliche Zügeln.

00:09:51: Und da mal zu gucken, was kann man daraus denn vielleicht auch für Wirtschaftszyklen lernen?

00:09:57: Das wäre dann eher sowas Antizipierbares.

00:09:59: Wenn man mal sagt, okay, ich gucke mir jetzt den Zyklus X an, wo ist er denn gerade in seinen Achtzig Jahren?

00:10:06: Dann kann man ja überlegen, wo er dann in zwanzig Jahren ist.

00:10:09: Als etwas... Flapsiges Beispiel könnte man z.B.

00:10:15: die Emanzipation nehmen.

00:10:16: Neunzehnundneinundvierzig wurde ins Grundgesetz übernommen, dass Frau und Mann gleich sind.

00:10:22: So haben ja ganz viel Emanzipation gehabt in alle möglichen Richtungen.

00:10:27: Manche davon waren vielleicht zu klein.

00:10:30: Irrewege.

00:10:31: Aber was wir momentan ja sehen, ist ein Trend, der nennt sich, oder eine Gruppierung, die nennt sich Tread Wives, traditionelle Wives, die wieder ganz zurück zum ursprünglichen Rollenmodell gehen.

00:10:43: So jetzt haben wir Also, ich denke mal, dass in fünf Jahren auch diesen Damen deutlicher geworden ist, dass Schönheit und Geld flüchtig sind.

00:10:55: Und dann könnte unter Umständen dann wieder das Ganze von vorne anfangen.

00:11:00: Ist ja so eine eigentlich wir ernste Theorie, aber das wäre auch wieder ein Zyklus, so man sagen kann, das sind die Achtzig Jahre rum.

00:11:09: Das heißt, wenn man jetzt plant, ist man in zwanzig Jahren von heute fünfzehn Jahre in die Emanzipation.

00:11:16: Und wenn das für eine Rolle spielt, dann kann man darauf bauen.

00:11:20: Gut.

00:11:22: Also ich nehme auf, dass deine Beratung, also da haben wir mal modular oder individuell ist.

00:11:29: Man kann nicht copy-paste machen.

00:11:32: Kannst du vielleicht mal ein Beispiel nennen, außer Praxis, wie du vorgegangen bist?

00:11:39: Also, wie gesagt, Modular und Copy-Paste geht ja deswegen nicht, weil jedes Unternehmen ja unterschiedliche Kompetenzen hat.

00:11:45: Jeder hat seine eigenen Stärken und jeder hat auch eine andere Bereitschaft, sich mit der Zukunft zu beschäftigen.

00:11:54: Hundert Jahre in die Zukunft gucken und manche eben nur fünf.

00:11:58: Dann haben so unterschiedliche Kompetenzen, unterschiedliche Situationen, wo auch die Eigentümer sich befinden, ob sie jetzt Nachfolge haben oder die Thematik gerade abgehakt haben, sodass also da nur immer auf das Unternehmen selbst zugeschnitten angeboten werden kann.

00:12:15: Manche wollen auch erst mal nur das existierende bewahren und manche gehen schon in die Zukunft.

00:12:19: Das heißt, so normalerweise entwickelt sich das Ganze.

00:12:23: so, dass man in der Tat erst mal ein gutes Gefühl aufbaut, wie gut stehe ich denn heute da?

00:12:29: Mal guckt, bin ich für das, was ich heute erreichen will, heute gut genug aufgebaut.

00:12:33: Und daraus ergeben sich da neue Fragen.

00:12:35: Also entweder ist es ein Haken hinter und dann kommt die Neugier von, was kann ich denn sonst noch machen.

00:12:39: Oder aber die stellen fest, oh ja, bin ich ja überhaupt nicht mehr so gut, wie ich das eigentlich dachte.

00:12:45: Jetzt muss ich mir überlegen, fixiere ich das oder gehe ich in eine ganz andere Richtung.

00:12:49: Und so entwickelt sich dann aus diesen Projekten... Eigentlich der Flow von selbst.

00:12:56: Weil man auf Basis dessen, was man gerade entdeckt hat, dann weiter sagen, weiter überlegen kann, was mache ich denn jetzt damit?

00:13:01: Hast

00:13:02: du ein spezielles Praxisbeispiel?

00:13:05: Muss ja nicht die Firmenamen nennen, aber so wie die Grundfraussetzung war.

00:13:09: Wo es hingegangen ist, was es sollte, im Praxisbeispiel?

00:13:12: Ja, so schon.

00:13:13: Es gibt natürlich immer so Situationen, wo die Leute sagen, ich möchte gerne das und das und das in die Zukunft machen.

00:13:19: Also ich habe mal ein Beispiel, also ich referiere jetzt mal ein bisschen in die Vergangenheit.

00:13:24: Ich wurde von damals was Zeiss.

00:13:29: gefragt, ob ich mit ihnen gemeinsam eine Innovationskultur aufbauen kann.

00:13:36: Sie wollten also der Innovationslieder werden für diese Industrie.

00:13:41: Das waren also die Mikroskophersteller.

00:13:43: Es ist also schon verjährt, weil es schon lange her ist.

00:13:46: Ich denke mal, die haben nichts dagegen, wenn ich darüber rede.

00:13:49: Dann haben wir zusammengesessen und darüber geredet, wie stellt sie das denn vor?

00:13:54: Wie möchtest du denn in der Zukunft aussehen?

00:13:56: Und welche Mitarbeiter ziehst du dann an?

00:14:00: Aufgrund dieser Frage, was das mit den Mitarbeitenden tun, bin ich mittlerweile ja auch viel in die Stadtentwicklung gegangen, weil das ja auch eine interessante Frage ist.

00:14:09: So, und dann hat dieser der der CO damals mir Leute beschrieben, wo ich ihn dann fragen müsste.

00:14:16: Dann stellen Sie sich dann die Standortfrage.

00:14:18: Weil Zeiss in Oberkochem ist wirklich unheimlich idyllisch, ist fantastisch, ist super schön, ist aber zweieinhalb Stunden mit dem Auto vom Flughafen Stuttgart entfernt.

00:14:31: So, das ist jetzt so lange her, dass der Hauptzielbereich die Generation Y war.

00:14:36: Denken Sie an Y?

00:14:38: Erinnern wir uns noch, das waren ja die, die eigentlich die Welt erobern wollten.

00:14:41: Die hatten Freunde in New York, Rio Tokyo.

00:14:44: Die werden nie dahin gezogen, weil sie dann am Wochenende nie zu ihren Freunden in New York hätten fliegen können.

00:14:49: Ich habe ja mal so gesagt, Standortfrage müssen sich stellen oder sie müssen es anders angehen.

00:14:56: Die Konsequenz daraus war dann, sich zu überlegen, wer möchte denn hier wohnen und wer davon ist der innovativste?

00:15:06: und der die Konsequenz daraus war, dann sich voll und ganz auf Familienmenschen einzuschießen, weil das ist wirklich ein Paradies für junge Familien.

00:15:15: Du kannst die Kinder auf die Straße lassen, die Tür auflassen, das ist also eine ganz sichere Umgebung und die Strategie ist dann aufgegangen.

00:15:25: Das heißt, man hat sich voll auf junge Familien eingeschossen, ist immer noch, wenn man heute auf die Website geht, letztes Jahr habe ich noch mal draufgegangen, ist das definitiv noch sehr fokussiert auf das Thema Familie und die Innovationsliederschaft ist auch draus geworden.

00:15:44: Welchen Auftrag würdest du gerne mal umsetzen?

00:15:47: Und was ist Mensch?

00:15:49: Darauf habe ich gewartet.

00:15:52: Ja, das hängt ja auch ein bisschen zusammen, dass viele Leute mich fragen, welche Bromstoffe sie denn besonders spannend?

00:15:59: Ich finde die Situation und die Menschen, die sind eigentlich spannend.

00:16:04: Mir geht es immer darum, dass ich jemanden finde, der sich darauf einlässt.

00:16:09: Also ich habe gerade einen absoluten Traumkunden gefunden, also den würde ich am liebsten tausendfach klonen, der sich der in der zweiten Generation ein Unternehmen führt, zusammen mit seinem Bruder und gerade fünftig geworden ist und sich jetzt Gedanken darum macht, wie soll denn die Zukunft aussehen.

00:16:29: Sich darauf einlässt, sich wirklich die nächsten fünfzehn, fünfzehn, zwanzig Jahre anzuschauen, macht sich jetzt schon Gedanken um die Nachfolge, die nächste Generation ist zwischen siebzehn und fünfzwanzig und die sind voll im Projekt eingebunden.

00:16:44: Das ist genial.

00:16:46: Das heißt also, wir kreieren die Zukunft schon für die, die sie in fünfzehn Jahren übernehmen werden.

00:16:55: Ja.

00:16:56: Das ist einfach mega.

00:17:00: Du bist ja auch in der Start-up-Szene unterwegs.

00:17:03: Was gefällt dir mehr, also bestandes Unternehmen oder Start-up?

00:17:08: Das sind unterschiedliche Leidenschaften.

00:17:10: Also wenn man sich selbstständig macht, kommt man ja irgendwann mal auf die vier Fragen.

00:17:15: hat der Kund einen Schmerz, kann er sich nicht leisten, kommt es an den Rannen und ist das ein Wachstumsmarkt.

00:17:22: Also das sind so vier Fragen, die ich mir immer stelle.

00:17:24: Und bei den Start-ups bist du eigentlich schon bei der ersten Frage raus.

00:17:31: Weil das Problem der Start-ups ist ja, die meisten gründen ja... entweder aus der Uni raus oder aus einer Ausbildung raus oder aus einer vielleicht ungewollt beendeten angestellten Situation.

00:17:45: Das heißt also, wie man eine Firma leitet und was das dazu benötigt, ist jetzt nicht das, was jeder sofort präsent hat.

00:17:55: Dass man das aber wissen muss, ist den meisten gar nicht bewusst.

00:17:59: Meine Leidenschaft ist für Startups da, den wirklich beim Skalieren zu helfen.

00:18:03: Das ist jetzt nicht unbedingt der Markt, der das meiste Geld für mich ausgibt, aber das ist so eine Art, das ist so ein bisschen meine Pro Bono Arbeit, wenn du so willst.

00:18:13: Aber die durchlaufen ja, die Startups durchlaufen ja, wenn sie skalieren wollen, eine kritische Phase, wo viele eben durch die Maschen fallen.

00:18:21: Also die Leute denken immer, die haben kein Geld oder ein schlechtes Produkt.

00:18:24: Nee, der dritte Grund des Scheiterns ist die falsche Struktur, das falsche Team.

00:18:29: So, das heißt, nehmen wir mal an, du bist jetzt Gründer, total begeistert von deiner Sache.

00:18:33: Als irgendwann, man musste dich entscheiden, wer die Chef oder bleibe ich Erfinder.

00:18:39: Zu meiner Zeit gab es noch den Daniel Düsentrieb.

00:18:42: Beides hat Implikation.

00:18:44: Wenn du Chef wirst, musst du dein Kind loslassen.

00:18:46: Wenn du ... Tüftler bleibst, musst du akzeptieren, dass du irgendwann mal einen Chef kriegst, der dir gegen Überweisungsbefugd ist.

00:18:52: Das ist schon mal traumatisch, da musst du schon mal durch.

00:18:55: Das zweite ist, irgendwann mal fängst du an, als Start-up neue Funktionen zu benötigen.

00:19:02: Ich habe es auch schon mal beschrieben, dass ich ein Start-up hatte in der Schweiz.

00:19:06: Das waren alles Ingenieure, die kamen alle mit dem Fahrrad zum Büro und dann sollten sie mal einen Vertriebler einstellen.

00:19:12: Was ist die erste Frage des Vertrieblers?

00:19:16: Auto, Handy, Glitter.

00:19:17: Genau.

00:19:17: Was krieg ich für ein Dienstwagen?

00:19:19: Sie wollten den schon rausschmeißen, weil die eben Fahrradfahrer sind.

00:19:22: Soll der mit dem Auto nach Bern fahren, also oder mit dem Fahrrad, geht nicht oder mit dem Zug.

00:19:27: In der Schweiz geht das mit dem Zug wegen der Plunklichkeit schon, aber du hast manchmal eben ein bisschen mehr Gepäck.

00:19:32: So, das heißt also, es kommen auf einmal Leute dazu, die eine andere, die anders ticken, weil sie andere Tätigkeiten ausüben.

00:19:40: Und dann kommen die dritte Phase, beziehungsweise die dritte Punkt, wo man drauf aufpassen muss, wenn du dann größer wirst, wenn du anfängst, Dann kommen ja mehr von den gleichen, Christen, noch mehr Forscher, noch mehr Entwickler, noch mehr Produzenten, die kommen aber in eine andere Phase, die kommen nicht zu einer Vision, die treten eine Unternehmen bei und die wollen dann auf einmal Struktur, die wollen Prozesse, denen sie folgen können und so weiter.

00:20:07: Und diese Phase, die ist besonders kritisch und die ist vielen Gründern, Nicht bewusst.

00:20:13: Und da ist meine Leidenschaft, ihn über diese Schwelle zu helfen, um dann wirklich durchstarten zu können.

00:20:21: Jetzt lebt man ja nicht nur mal auf der Sonnenseite des Lebens.

00:20:27: Also welcher Auftrag oder welche Beratung ist immer krachengescheitert oder warum?

00:20:35: Ja, als Einzelkämpfer kämpft man oft allein.

00:20:42: Man wird aber auch oft in Partnerschaften eingegliedert.

00:20:46: Das heißt, ich arbeite durchaus auch mal als Associate-Assoziator für andere Beratungen.

00:20:55: Und da merkt man dann auch ab und zu mal, dass man seiner eigene Medizin nicht genug ist.

00:21:03: Das heißt also, wenn man dem Kunden sagt, ja, alles muss aber gut abgesprochen sein und alle Leute müssen an Bord geholt werden, die Kommunikation muss stimmen und so weiter, in so Zusammenarbeiten ist es nicht immer so der Fall.

00:21:15: Dann habe ich eben festgestellt, wenn ich als zusätzlicher Mitstreiter eine Arbeit übernehme und die Absprache ist nicht gut genug oder ich habe keinen Zugang zum ursprünglichen Auftraggeber, dann fährt das an den Wand.

00:21:30: Das mache ich auch nicht mehr.

00:21:30: Das heißt also, wenn ich mit für irgendjemanden arbeite, dann will ich ein ganz klares Briefing und will den Kontakt zum Auftraggeber haben, weil ansonsten mache ich ja nur das, was ich aus Hören sagen denke, was ich machen muss und das funktioniert nicht.

00:21:47: Okay, jetzt versuchst du ja die Zukunft aufzustellen für Unternehmen.

00:21:55: Wie sieht denn deine Zukunft aus hochgerechnet in zehn Jahren?

00:22:00: In zehn Jahren habe ich so viel wie möglich Unternehmen dabei geholfen, ihr eigenes Unternehmen zukunftsfähig zu machen und habe mich selber auch geklont, will ich mal sagen.

00:22:15: Also in zehn Jahren, irgendwann mal, wenn wir ja dann auch ein bisschen kürzer treten, ich bin ja auch keine zwanzig mehr, da möchte ich gerne sichergestellt haben, dass das, was mich ausmacht und was ich den Unternehmen auch zur Verfügung stellen kann, dass das möglichst solide, dauerhaft zur Verfügung.

00:22:32: gestellt wird.

00:22:34: Ob das jetzt heißt, dass ich irgendwann mal einen humanuiden Roboter programmiere, der vielleicht auch blänt und blauäugig ist, oder einfach nur genug Webinare aufnehme oder eine andere Technologie, die es dann schon gibt, nutze, da lasse ich mich noch überraschen.

00:22:50: Aber mir ist es an Anliegen, so viel wie möglich Unternehmen dabei geholfen zu haben, ihre Zukunft positiv und aktiv zu gestalten.

00:22:59: Jetzt kommen wir mal so ein paar Klischees aus deiner Branche.

00:23:06: Wenn man nichts geworden ist, im wahren Leben wird man Trainer oder Trainerin.

00:23:09: Ist das so?

00:23:11: Ich habe in Ahren studiert, da Jesus dann immer, wenn nichts wird, wird Betriebswirt.

00:23:15: Und ich habe Betriebswirtschaft studiert.

00:23:18: Ja, also es gibt natürlich bei solchen Vorurteilen, das ist ja leider immer so ein bisschen wie mit dem, worauf es ist auch Feuer.

00:23:28: Also es gibt natürlich durchaus Situationen und auch Personen, die derartige Vorteile wahrscheinlich nicht entkräftigen können.

00:23:38: in dem Sinne.

00:23:39: Training ist eigentlich sowieso ein Wort, was ich gar nicht mag, weil es heute nicht mehr stand, also up to date, beziehungsweise aktuell genug.

00:23:49: Training ist ja wie früher in der Schule von der Unterricht.

00:23:52: Also wenn überhaupt, das ist bei mir ein Workshop.

00:23:54: Also die Leute sollen schon relativ schnell mitkreieren und mitgestalten.

00:24:01: Es ist wie bei allem.

00:24:06: Für jeden Bereich gibt es eine Rechtfertigung, dass man in dem Bereich wirklicher Experte ist.

00:24:11: Dann ist man eben in seinem eigenen Silo der Beste.

00:24:15: Und dann gibt es andere Bereiche, wo man sagt, nee, ich möchte gerne die Übersicht behalten und überall mitwirken können.

00:24:23: Das ist dann eher so meins.

00:24:24: Ein paar Sachen, ein paar Expertisen habe ich auch.

00:24:27: Aber ich arbeite dann lieber mit anderen Experten zusammen.

00:24:30: Das heißt also, wenn ich Workshops schaffe ich noch alleine.

00:24:34: Aber wenn es jetzt zum Beispiel eine Thematik ist in meinen Projekten, dann müssen wir mal genauer reingucken.

00:24:40: Wie jetzt die Finanzen zum Beispiel aufgebaut werden können.

00:24:42: oder wenn man Logistik Konzept macht, da hole ich mir dann lieber die Leute dazu, die da eben Experten sind.

00:24:48: Workshop und Trainings sind in der Tat eine Sache, ist ähnlich wie im Vertrieb.

00:24:54: Also es gibt ja auch Vertriebler, die wissen, dass eigentlich der Sprach.

00:25:00: Anteil des Gegenübers größer sein sollte als der eigene.

00:25:04: und dann gibt es wieder welche die es anders sehen.

00:25:06: und das ist im Training auch so.

00:25:07: wer zu viel im Training redet der befeuert dann vielleicht das Vorurteil.

00:25:13: Aber im Endeffekt sind eure Lösungen ja immer diese, dass ich eine App brauche oder Teambildungen auf den Segeltür mache.

00:25:19: Genau, das ist auf jeden Fall so.

00:25:21: Jetzt bin ich der weltbeste App-Kreierer, keine Ahnung.

00:25:25: Ja, also generell diese Vorurteile gegenüber Beratern, die kann ich natürlich auch ein bisschen nachvollziehen.

00:25:31: Ich bin ja selber auch jemand der Beratung annimmt und auch da weiß ich, da gibt es die guten und die weniger guten.

00:25:37: Ich habe in meinem Buch der ungenutzte Vorteile Ja, auch nochmal darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, dass man sich bei dem Berater, dem man als Hilfe reinholt, auch viel Gedanken macht, wer am besten zu einem passt.

00:25:51: So, jetzt ist natürlich... ist auch beim Berater-Geschäft der Satz richtig, wenn man noch einen Hammer hat, ist jedes Problem ein Nagel.

00:26:02: Das heißt also, wenn ich eine App kreieren kann, dann wird die Antwort eine App sein und wenn ich ein Training konzipieren kann, wird die Antwort ein Training sein.

00:26:09: Deswegen ist es ja so wichtig, sich zu überlegen, mit wem setze ich mich da ins Boot.

00:26:15: Das heißt also, deswegen gehen ja viele Unternehmen gerne mit Berater Unternehmen und Teams los oder legen los, weil sie da denken, habe ich immer einen der für das Thema gerade der richtige Experte ist.

00:26:28: Mein Plädoyer ist, dass man sich überlegt, wer hat ein ganzheitliches Bild?

00:26:34: und da denke ich, dass man bei mir mit Zukunftsgestaltung durchaus davon ausgehen kann, dass ich durchaus über den Tellerrand schaue, dann aber eben eher darauf baut, dass dieser Einzelunternehmer sich dann ganz viel andere Einzelunternehmer dazu holt, weil die da ja immer Experte in seinem Thema sind.

00:26:53: Das heißt also, wenn man mit Unternehmensberatern zusammenarbeitet, die Einzelunternehmer sind, hat man, per Definition, einen A-Team.

00:27:02: Wenn man mit einer Unternehmensberatung zusammenarbeitet, die... schon ihre eigenen Teams hat, läuft man mal Gefahr, unter Umständen mal die B oder C Besetzung in dem Team zu haben, weil die A-Leute gerade in einem anderen Projekt sind.

00:27:15: Okay,

00:27:15: jetzt sind ja Berater teuer, reden viel Theorie und liefern eventuell auch wenig Praxisnutzen.

00:27:24: Was sagst du dazu?

00:27:27: Ja, das ist mal teuer.

00:27:29: Ja, es ist immer relativ.

00:27:31: Es geht ja immer darum, den Unterschied zu machen.

00:27:34: Ist das jetzt ein Preis oder ist das eine Investition?

00:27:36: Man muss ja immer nachher gucken, was habe ich denn nachher davon?

00:27:41: Wenn es mir nachher genauso geht wie vorher, ich aber ärmer bin, dann war das keine gute Investition.

00:27:46: Das weiß man vorher nicht, ne?

00:27:48: Das weiß man vorher nicht, aber da geht es ja genauso um die ähnlichen Themen, wie du gerade abgefragt hast.

00:27:54: Das hast du denn für Referenzen?

00:27:55: Kann ich mal mit jemandem darüber reden, was der davon gehalten hat, wie er zusammengearbeitet hat?

00:28:00: Kann man vielleicht auch irgendwas... sichtbar machen, weil eben, wie eben zum Beispiel bei meinem Size Beispiel, das hat ja was gebracht in dem Sinn.

00:28:09: Also dieser Schalter in Kopf zu sagen, gut, wer will denn dann bei mir arbeiten, ja durchaus was gebracht.

00:28:17: Und den Trigger hat ja jemand gesetzt, vorgedessen kann man sich da ja auch vielleicht einen Kerbe in seinen Colt schnitzen in dem Sinne.

00:28:26: Ist schwer, aber... Gerade in der Dienstleistung geht es ja oft darum auch mal zu sagen, was wäre denn, wenn nicht?

00:28:34: Was ist denn der größte anzunehmende Unfall oder der größte anzunehmende Katastrophe, wenn du nichts tust?

00:28:41: Und das wissen wir, glaube ich, alle.

00:28:43: Wer nichts tut und stehen bleibt, der zieht irgendwann mal den Kürzeren.

00:28:47: Also man muss was machen und dann in dem Moment auch überlegen, was sind denn die, die... die Messfaktoren, die für mich auch wichtig sind.

00:28:57: Und die sind halt auch unterschiedlich.

00:28:58: Weil manchen ist es die Kundenzufriedenheit, weil manche ist es die Mitarbeiterzufriedenheit, weil manche ist es ein neuer Geschäftsbereich, bei manchen ist es eine erfolgreich durchgeführte Nachfolge.

00:29:08: Das sind ja durchaus alles Faktoren, die sichtbar und messbar sind.

00:29:12: Gut, jetzt lassen wir mal so die Klischees weg, weil ich hätte noch welche, aber lassen wir mal weg.

00:29:21: Was hatte ich denn getrieben?

00:29:23: oder welcher Umstand war dafür verantwortlich, dass du sagst, also ich möchte Unternehmen in die Zukunft begleiten?

00:29:33: Was war denn Tigger?

00:29:36: Ja, das hat sich eigentlich entwickelt.

00:29:38: Also vom Prinzip habe ich lange gebraucht, um dem, was ich tue, einen Namen zu geben.

00:29:45: Ich habe ja ursprünglich angefangen, ich habe hier Welt studiert und war im Vertrieb.

00:29:48: Ich habe Einkaufwerk auf Marketing gemacht, das normale Spiel im Konzern.

00:29:52: Und irgendwann habe ich so als Hypotential hinter mich geguckt und gesagt, da wollte ich gar nicht hin.

00:29:57: So, der Vorteil bei einem Konzern ist ja, man kann sich innerhalb des Konzerns weiterentwickeln.

00:30:02: Und da habe ich eben entdeckt, was interessiert mich eigentlich.

00:30:05: Und da waren zunächst mal die Frage, warum entscheiden Menschen, wie sie sich entscheiden?

00:30:10: Also, wie ticken die, wie kommen die zur Entscheidung?

00:30:13: Hab dann während meiner Zeit bei der Law Chemical auch noch Organisationspsychologie studiert, weil ich dachte, diese Themen, die dich... wirklich reizen und ich auch bei der DAO damals als Projektprojekte hatte, wo man sich also fragt, okay, wie kann man sich als Abteilung, als Team, als Geschäftsbereich weiterentwickeln?

00:30:32: Wie entwickelt sich die Entscheidungsweg der Kunden, der Konkurrenten und der Mitarbeitenden?

00:30:39: Ich mir gesagt, das ist nichts, was jemand permanent macht.

00:30:42: Es ist eine Transformation und irgendwann muss man stabilisieren.

00:30:46: Und deswegen wusste ich, Wenn du das machst, machst du das als Projektmitarbeiter.

00:30:49: Und es gibt nicht viele Leute oder nicht viele Unternehmen, die sich derartige Leute dauerhaft leisten.

00:30:57: Also es gibt vielleicht bei Google oder bei Meta oder Alphabet, da gibt es wahrscheinlich Leute, die sich permanent damit beschäftigen.

00:31:04: Was ist denn unsere nächste Disruption?

00:31:08: Aber das ist ja nicht normal.

00:31:10: Das heißt, dann war zumindest schon mal die Idee geboren, ich mache das selbstständig.

00:31:16: Aber dieses, wie könnte denn die Zukunft aussehen und wie kann ich die positiv für mich gestalten?

00:31:24: Wie verhält sich das zu dem?

00:31:25: Also diese Fragen, die manche für absurd halten, die treiben mich immer um.

00:31:32: Also jedes Mal, wenn ich irgendwas Neues feststelle, frage ich mich, Was kann das denn mit allem, was ich jetzt schon weiß, zusammen bewirken?

00:31:41: Hast du den Schritt schon mal bereut vom angestellten Verhältnis in die Selbstständigkeit?

00:31:46: Natürlich kommen irgendwann mal Momente, wo man sagt, jetzt musst du schon wieder in die Akquise und nächste Monat kommt jetzt nicht der Gehaltscheck, aber... Genauso hat man, weil man Angestellter ist, auch irgendwann mal die Situation, wie lange willst du für den Chef jetzt noch arbeiten?

00:32:04: Also es kommen immer Höhen und Tiefen.

00:32:06: Aber die Überzeugung, dass die Art der Arbeit, die mir Spaß macht, wo ich gut bin, wo ich auch wirklich die Leidenschaft und die Expertise habe, die ist eine Projektarbeit.

00:32:18: Und da bin ich als Selbstständige am besten aufgehoben.

00:32:23: Susanne, wer ist in den Traumkunden?

00:32:25: Ja, also, wenn ich mir den backen dürfte, würde ich folgendes Kochrezept oder Backerzept machen.

00:32:31: Es geht um ein Unternehmens-Eigentümer, weil die ja aufgrund der Familienanbindung sowieso längere Zeithorizonte planen.

00:32:39: Ein Geschäftsführer hat ja oft einen Zeitvertrag.

00:32:43: Mir geht es also wirklich darum, den Eigentümer dabei auch zu begleiten.

00:32:47: Der ist jetzt schon ein paar Jahre auf dem Job, weil wenn man neu kommt, muss man sich erst mal selber bestätigen und etablieren.

00:32:56: Meistens sind meine Zirkunden so drei, fünf, sieben Jahre schon am Ruder.

00:33:04: Sehr gerne geht es bei mir um produzierende Industrie, weil da sehr viel mit den Zukunftstrends auch zu machen ist.

00:33:16: Ansonsten, die Industrie an sich, ich habe mittlerweile dreißig Industrien oder Branchen kennengelernt und habe dabei festgestellt, jede ist unterschiedlich, aber sie haben eben gemeinsame Faktoren.

00:33:27: Es geht immer überall auch um den Menschen.

00:33:31: Ich brauche jemanden, der dann auch aufgeschlossen ist.

00:33:33: Der sagt, ich spiel mal mit dem Gedanken.

00:33:36: Der also, die meisten sind so zwischen fünfundvierzig und endoffen.

00:33:42: Und haben einfach Spaß daran, mal zu sagen, mir geht's gut.

00:33:46: Eigentlich kann ich es so weitermachen, aber ich möchte mal gucken, was da kann noch mehr und wie das aussehen kann.

00:33:53: Was meinst du, welche Branche gibt's in zehn Jahren nicht mehr?

00:33:56: Oh, das ist eine gute Frage.

00:34:01: Vielleicht uns, Berater, weiß ich nicht, vielleicht machen das alles Bots.

00:34:05: Ich denke, die Branchen werden sich alle umgestalten, weil wir haben ja gerade die ganz große Diskussion, was wird KI und Robotics alles übernehmen?

00:34:16: Und ich denke, was wir feststellen, ist das wirklich das, was Intuition, was Konzeptionelles denken ist, was dadurch lebt, dass jeder von uns eine unterschiedliche Geschichte hatte.

00:34:31: Das wird bleiben.

00:34:33: Wie sich dann die Industrien weiterentwickeln, hängt auch ein bisschen davon ab, wie wir jetzt uns weiter definieren, wie unsere Freizeit aussieht, wie unsere Art des Arbeitens aussieht, um dann zu sehen, wo können wir uns da dann auch wirklich... bewähren.

00:34:53: Was sich definitiv ändern werden muss, ist natürlich die Idee, wie wir unser Sozialsystem bestreiten.

00:35:00: Weil wenn wir mal ganz weit in die Zukunft gehen und wir sagen, also, achtzig Prozent, neunzig Prozent der Arbeit wird über Roboter erledigt, ihr bezahlt denn dann auch Steuer.

00:35:11: Ja.

00:35:11: Also diese, die Verwaltung wird sich auf jeden Fall ganz massiv verändern müssen.

00:35:17: musst du schon länger, aber dann auf jeden Fall.

00:35:20: Und andere Sachen, ja gut, wir haben also, wir haben schon festgestellt, wir werden irgendwann mal durch die Luft fliegen, also autonomes Fahren, das sind ja alle Sachen, die sehen wir heute schon in dem Sinne.

00:35:30: Ich denke, was ganz neu sein wird, da hab ich vor kurzem mal mal einen Vortrag drübergehalten, ist die wirklich die Kooperation zwischen Roboter und Mensch, die du ja ganz anders ansteuern musst.

00:35:42: Ich möchte vermeiden, dass das auch plakativ oder oder klassifiziert gemacht wird.

00:35:49: Das Beispiel waren zum Beispiel die Mahlerinnung.

00:35:52: Es gibt schon Roboter, die können alles machen außer abkleben, aber die können sonst alles machen.

00:35:58: So.

00:35:59: Jetzt müsstest du dich ja als Malermeister und als Malerbetrieb entscheiden, mache ich das so oder so.

00:36:05: Das finde ich falsch.

00:36:06: Es gibt nach wie vor Menschen, die den Pinsel in der Hand nehmen möchten.

00:36:10: Es gibt aber auch Menschen, die lieber wischen möchten, also auf dem iPad programmieren.

00:36:15: So diese Co-Existenz zu gestalten.

00:36:19: Das wird die Herausforderung der Zukunft.

00:36:21: Das ist also vielleicht ein neuer Bereich, der kommt.

00:36:23: Und die anderen werden sich nicht, die werden nicht verschwinden.

00:36:27: sondern sich verändern.

00:36:29: Und dieses Zusammenspiel wird die Herausforderung werden.

00:36:36: Jetzt bist du Mitglied im Business Club NRW, circa im halben Jahr.

00:36:41: Was hat dich bewogen?

00:36:42: Welche Hoffnung hast du?

00:36:45: Generell sind Netzwerken... nicht nur wichtig, sondern auch spannend.

00:36:53: Ich habe ja schon erwähnt, dass ich gerne neue und neue Menschen kennenlerne und deswegen Netzwerke ich natürlich.

00:37:00: So, und der Business Club NRW ist jetzt ein bisschen anders als die anderen.

00:37:05: Ich habe mal versucht, die Netzwerke, die ich so kennengelernt habe, in drei Gruppen einzuteilen.

00:37:10: Es gibt einmal die wirklich absolut harten Business-Netzwerke, wo man also, wenn man nicht seine kontingente Anempfehlungen ausspricht oder auch bewirkt man schon ein Problem hat.

00:37:22: Hier gibt es auf der anderen Seite die Netzwerke, die pur, rein, nur Gutes tun.

00:37:29: Finde ich auch toll, aber man möchte ja auch ein bisschen Gutes für sich selber tun.

00:37:35: Und dann gibt sie in der Mitte, wo das ein Hybrid ist.

00:37:37: Das heißt also, es geht schon darum, dass man sich darüber unterhält, was machst du und was kann ich für dich tun und wen suchst du.

00:37:44: Auf der anderen Seite sich aber auch mit anderen Themen beschäftigt, ob das jetzt immer Gutes tun ist oder ob man einfach auch was Neues entdeckt.

00:37:54: Und da passt eben der Business Club besonders gut rein.

00:37:57: Da sind super tolle Leute dabei, die sich gerne miteinander austauschen und sich auch wirklich füreinander interessieren.

00:38:04: Nicht weil sie müssen, sondern weil sie wollen.

00:38:08: Und gemeinsam macht man eben auch Unternehmungen, wo man auch mal was Neues kennenlernen, wo man die Leute auch mal in neuen Umgebungen erfährt.

00:38:16: Also ich finde das ein sehr ansprechendes und... funktionierendes Konzept, wo ich mich gerne einbringe.

00:38:25: Super.

00:38:27: Wenn man dich jetzt erreichen will, wie mache ich das am besten?

00:38:33: Ruf mich an.

00:38:34: Also meine Kontaktdaten sind natürlich überall eine Art zu finden, wo man sie suchen würde.

00:38:38: Das heißt also, ich bin auf LinkedIn.

00:38:39: Das ist allerdings meine einzige Social Media.

00:38:43: Ich habe ein YouTube Kanal, aber da stehen jetzt nicht unbedingt meine Kontaktdaten.

00:38:47: Und natürlich eine Webseite.

00:38:48: Also das heißt People-End-Results ist meine Webseite und da findet man meine E-Mail, meine Telefonnummer und wie man mich sonst noch anfunken möchte.

00:39:00: Wie war nochmal das Buch, was du beschrieben hast?

00:39:02: Wie ist das?

00:39:03: Das Buch hieß, oder heißt,

00:39:05: genau,

00:39:06: der ungenutzte Vorteil.

00:39:08: Ich finde den Namen immer noch turbogeil.

00:39:09: Es weiß aber keiner, was sich dahinter versteckt.

00:39:12: Was versteckt sich dahinter?

00:39:13: Dahinter steckt die Erkenntnis, dass sich Unternehmen gar nicht bewusst sind, wie viel ungenutztes Potenzial, wie viel ungenutzte Möglichkeiten sie noch in ihrem eigenen Unternehmen haben, wenn sie ihre gesamten Kompetenzen angucken.

00:39:31: Nicht nur die Kompetenzen der Menschen, sondern auch die Kompetenzen ihrer Leistung, ihrer Maschinen und ihrer Kunden.

00:39:38: Also es gibt immer wesentlich mehr zu entfalten, als das vielen bewusst wird.

00:39:47: Hast du noch irgendwas, was sehr auf die Seele brennt, was du lossehen möchtest?

00:39:51: Zum Beispiel eine Frage, die ich nicht gestellt habe.

00:39:56: Ein Wissen, was du noch teilen willst.

00:40:01: Das ist eine gute Frage.

00:40:03: Also vom Prinzip, mir geht es wirklich darum, auch eine Lanze dafür zu brechen, dass wir Zukunft gestalten können.

00:40:11: Das heißt Zukunft ist planbar.

00:40:14: Dabei ist mir auch noch wichtig, dass man in der Zukunft auch immer darüber nachdenkt, was kann ich denn für den Menschen und die Umwelt machen?

00:40:22: Das heißt also, in meinen Zukunftsszenarien ist das Thema Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung immer sehr wichtig.

00:40:31: Da müssen wir alle gemeinsam sehr viel für die Welt und die zukünftige Benscheid tun.

00:40:39: Und die ist bei mir immer ein Komponente dabei, die definitiv eingebacken werden sollte.

00:40:46: Sonst bist du jetzt im Rhein.

00:40:49: Ja.

00:40:51: Dann sage ich soweit Danke, dass du hier Rede und Antwort gestanden hast.

00:40:57: Ich danke dir.

00:40:58: Für das offene, ehrliche Gesprächschuldigen bin ich wieder ins Wort gefallen.

00:41:03: Dafür erkennt man mich.

00:41:06: Ja, ich sage viel Dank und Glück auf.

00:41:09: Dankeschön.

00:41:09: Ich danke dir auch und freue mich aufs nächste Treffen.

00:41:11: Nehmen

00:41:11: Sie sich ein paar Augenblicke, um das Gehörte umzusetzen.

00:41:15: Danach kann es direkt in die nächste Folge gehen.

00:41:18: Susanne Kreemeier hat noch viele weitere Tipps für eine neue strategische Weitsicht.

00:41:23: Offen Sichtblick.

00:41:25: der Podcast für

00:41:26: ungenutzte Vorteile.

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